Die Grünen begrüßen das Wahljahr

Empfang der Kreistagsfraktion – Landratskandidatin Pfriender “hat eine reelle Chance”

Freuen sich auf das neue Jahr und auf den bevorstehenden Wahlkampf (v.l.): Dieter Janecek, Monika Pfriender, Andreas Krahl und Stefan Angstl. −Foto: Richter

Neuötting. Glückwünsche fürs neue Jahr, gepaart mit ein wenig Politik und Musik, das war der Neujahrsempfang der Kreistagsfraktion der Grünen am Sonntagvormittag im Neuöttinger Stadtmuseum. Landratskandidatin Monika Pfriender und ihre Parteikollegen hatten dafür vier Redner organisiert, die den Zuhörern die Ziele der Grünen und wichtige Themen nahe brachten. Dazu spielte das Trio “Talata” auf exotischen Instrumenten.

Den Anfang machte Pfriender selbst. Sie betonte, dass das vergangene Jahr ein besonders erfolgreiches für die Grünen gewesen sei. Bayernweit liege die Partei bei Umfragewerten von 25 Prozent. Und im Landkreis Altötting sei der Zuwachs – besonders bei den jungen Mitgliedern – bemerkenswert. Nun müsse man mehr Frauen für Mandate auf der Kommunalebene gewinnen. Sie stellte noch einmal das Wahlprogramm der Kreis-Grünen vor, von einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit der Natur über die Aufarbeitung der Grundwasserkontamination und den Einsatz für eine frei fließende Salzach bis hin zur Stärkung des Landratsamtes als Aufsichtsbehörde.

Anschließend ging Bundestagsabgeordneter Dieter Janecek (Stimmkreis München-West/Mitte), Sprecher für digitale Wirtschaft und Industriepolitik, vor allem auf eine der jüngsten Entscheidungen im Bundestag zur Organspende ein. Er habe für die Widerspruchslösung plädiert, so Janecek. Dass sich diese Lösung nicht durchgesetzt hat, findet er schade. Jedoch sei durch die Debatte, die um die Entscheidung entstanden ist, eines klar geworden: “Die Zahl der Organspenden in Deutschland muss erhöht werden.” Janecek sprach, wie bereits bei Pfrienders Nominierungsversammlung, den Wert der Industrie für die Region an. Freilich seien die großen Unternehmen Umweltverschmutzer, andererseits garantierten sie Arbeitsplätze und arbeiteten an den Technologien der Zukunft. “Die 2020er Jahre sind ein Jahrzehnt, in dem sich viel entscheiden wird. Wir müssen es schaffen, die Ökologie und die Industrialisierung zusammenzubringen”, so MdB Dieter Janecek.

Landtagsabgeordneter Andreas Krahl (Stimmkreis Weilheim-Schongau) ging zuerst auf das Thema Mobilität ein. Dass es mit dieser in den ländlichen Regionen manchmal nicht so einfach ist, hat er auch am Tag des Neujahrsempfangs zu spüren bekommen: Da nämlich wartete am Bahnhof kein Taxi und er musste zu Fuß ins Stadtmuseum gehen. Das sei aber zugleich ein Sinnbild, dass die Grünen weit gehen, ihnen keine Strecke zu mühsam ist, um ihre Ziele zu verwirklichen. In seiner Funktion als Sprecher der Fraktion im Landtag für Pflege- und Seniorenpolitik erklärte er, die Angehörigen der etwa 350000 Pflegebedürftigen in Bayern kämen mehr und mehr an ihre Grenzen. Der Freistaat steuere auf eine humanitäre Katastrophe zu. Für diese Menschen müsse man sich genauso leidenschaftlich einsetzen wie für das Thema Artenschutz. Nur so könne sich etwas ändern.

Stefan Angstl, der Grünen-Bürgermeisterkandidat für Burghausen, betonte schließlich noch einmal den Erfolg der Grünen im Landkreis. Vielerorts stelle die Partei Listen für die Kommunalwahl auf. Und Monika Pfriender als Kandidatin sei erfahren in der Kommunalpolitik. Eine Frau für den Landratsposten zu nominieren, sei darüber hinaus ein weiterer Ausdruck grüner Politik. “Monika hat eine reelle Chance”, zeigte sich Angstl überzeugt. Sie zu unterstützen sei lohnenswert – auch als Gegenentwurf zu “Weiter so”.

Angstl freute sich, dass unter den zahlreichen Gästen auch Burghausens Bürgermeister Hans Steindl war, der nach 30 Jahren an der Spitze aus Altersgründen nicht mehr kandidieren darf. Angstl sagte, er hoffe, dass er nach den Kommunalwahlen in dessen Fußstapfen treten kann. So wie Marcel Seehuber, Altöttings Bürgermeisterkandidat von “Die Liste”, der ebenfalls dabei war, in die Fußstapfen von Herbert Hofauer. Seehuber werde “in den nächsten 30 Jahren die Geschicke von Altötting leiten”, sagte Angstl mit einem Augenzwinkern.

Nachdem sich die Besucher am Buffet gestärkt hatten, sprach Neuöttings Stadtrat Martin Ober und ging auf grüne Themen in Neuötting ein, darunter das Thema Lärmschutz an der A94 (weiterer Bericht auf Seite 21).

Quelle ANA

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel