Grüne wollen ins Tüßlinger Rathaus

Tüßling. „Grüne in den Tüßlinger Gemeinderat“: Unter diesem Motto hat Reinhard Hausmann, Vorstandsmitglied im Altöttinger Kreisverband der Partei, am Donnerstag den Info-Abend vor zahlreichen Zuhörern im Sportheim eröffnet.


Tüßling sei als Landkreisgemeinde Ökomodellregion. Dieses Modell biete große Chancen, den ökologischen Landbau weiter zu entwickeln, regionale Wertschöpfungsketten zu etablieren und das Bewusstsein der Bevölkerung für bio-regionale Ernährung zu stärken. Erzeuger, Verarbeiter, Vermarkter und Konsumenten sollten damit regional vernetzt werden. In Tüßling müsse der ÖPNV verbessert werden, Fuß- und Radwege müssten weiter ausgebaut werden, so Hausmann. Ein besonders wichtiges Anliegen sei der Fuß- und Radweg über den Bahnberg. Auch gelte es die allgemeine Infrastruktur zu verbessern; es fehle an zentral gelegenen Geschäften, Treffpunkten und Spielplätzen. Nicht jeder besitze eine eigene Immobilie, deshalb müssten genügend bezahlbare Wohnungen für Mieter geschaffen werden, forderte Hausmann.


Auch die älteren Menschen vergesse die Partei nicht, so Hausmann weiter; hier sei eine Umsetzung der Barrierefreiheit eine notwendige Aufgabe. Und: Die Jugend sei für die Grünen besonders wichtig; sie müsse an der Politik beteiligt werden und sollte deshalb bereits mit 16 Jahren wählen dürfen. Hausmann forderte die Jugend zur aktiven Mitwirkung bei den Grünen auf: Demokratie lebe vom Mitmachen, Politik helfe, für das eigene Leben und über die Welt zu lernen, das Klima rette man auch in den Kommunen, es gehe um eine gute Altersversorgung und die Jugendlichen gewönnen neue Kontakte. Die Partei gewähre dieser Gruppe jede nur mögliche Unterstützung.


Alle Bürger, die sich von den Grünen angesprochen fühlten und sich aktiv beteiligen wollten, fordere er auf, sich bei ihm zu melden, so Hausmann. Am 7. November werden sich alle Interessierten zu dem „Arbeitskreis Grüne Kommunalpolitik in Tüßling“ im Sportheim treffen. Bei diesem Termin soll die Aufstellungsversammlung vorbereitet werden. Auch Nichtmitglieder seien dazu eingeladen.


Stephan Aigner, Kreisverbandssprecher der Grünen, lenkte seine Ausführungen auf eine übergeordnete Sicht der Dinge. 40 Jahre bestehe die Partei, damals getragen von den Grundsäulen Ökologie, Friedenspolitik, Feminismus und Anti-Atomkraft-Bewegung. Diese Vorgaben wirkten auch heute noch nach; mit dem Zusammenschluss der Grünen mit dem Bündnis 90 zur Wendezeit 1989/1990 sei das gesamtdeutsche Projekt und der Klimaschutz als weitere tragende Säulen hinzugekommen.


Die Grünen seien die einzige Partei, die es mit dem Klimaschutz ernst meinten; die von CDU/CSU ergriffenen Maßnahmen seien allenfalls ein „Paketchen“ und kein Klimapaket. Allein die Grünen sähen die planetaren Grenzen und zu diesen Grenzen müssten die Menschen wieder zurück. Seine Partei sei die zweitstärkste Kraft in Bayern und im Bund. Darauf gelte es mit neuen Mitgliedern aufzubauen, so Stephan Aigner.
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Quelle.: Paussauer Neue Presse; Altöttinger-Neuöttinger Anzeiger

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