Rede Monika Pfrienders zum Neujahrsempfang 2020


Liebe Gäste, sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen aus dem Kreistag,
liebe Vertreterinnen der Grünen Jugend,
liebe Freundinnen und Freunde,

mit der Freude über das wirklich zahlreiche Erscheinen verbunden ist die praktisch unmögliche Aufgabe alle Anwesenden persönlich zu begrüßen.

Um so herzlicher und persönlicher möchte ich Ihnen allen an dieser Stelle für das Neue Jahr noch alles Gute und die erforderliche Gesundheit und Freude am Tun wünschen, mit dem Sie Ihr oft vielfältiges Engagement ausführen.

Vor allem für die Grünen im Landkreis stellt das zurückliegende Jahr ein besonders erfolgreiches Jahr dar.

Wir konnten einen überdurchschnittlichen Mitgliederzuwachs erzielen,  was ein klarer Beweis für die Attraktivität grüner Politik und grüner Ziele ist.

Insbesondere nehmen gerade die jüngeren Neumitglieder einen bemerkenswert hohen Anteil ein, so dass für die Zukunft der politischen Vertretung von grünen Themen eine hervorragende Grundlage vorhanden ist.

Damit die Stadt- und Gemeinderäte tatsächlich die Zusammensetzung der Bevölkerung repräsentieren, ist es ein mindestens ebenso wichtiges und eigentlich dringend anzustrebendes überparteiliches Ziel, mehr Frauen für Mandate auf der kommunalen Ebene zu begeistern. 

Hiermit verbunden ist ein großer Dank für das oft jahrelange Engagement aktiver und ehemaliger grüner Mandatsträgerinnen und Mandatsträger, die häufig genug aus der Opposition heraus die Aufgabe einer Kontrolle der Exekutive wahrnehmen und darüber hinaus mit ihren sachlich begründeten Anträgen für positive Entwicklungen sorgen, selbst wenn diese erst Jahre später und unter einem anderen Mäntelchen dann umgesetzt werden.

Wir Grünen stehen für  nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen und  gerechte und vielfältige Politik, um in einer intakten Umwelt und in einem guten sozialen Miteinander heute und auch in der Zukunft gut  in unserem Landkreis leben zu können.

Der Schutz unserer Lebensgrundlagen ist Motivation uns zu engagieren. Und wir haben das Gefühl, die Themen, die wir Grünen seit Jahrzehnten hartnäckig verfolgen,  sind endlich in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Die aktuellen Umfragen bestätigen dies. Darüber bin ich sehr glücklich und möchte an dieser Stelle allen Unterstützerinnen und Unterstützer, allen Kandidatinnen und Kandidaten für die Grünen Listen sehr herzlich danken. 

Als unsere Kernanliegen sehe ich:

  • die Neuaufstellung und langfristige Ausrichtung des gemeinsamen Kommunalunternehmens INNKlinikum Altötting und Mühldorf  zu einem starken medizinischen Zentrum mit vielen spezialisierten Bereichen und Abteilungen, die gut miteinander verzahnt und somit auch bürgernah sind,   für eine weiterhin qualitativ gute und zuverlässige Versorgung der Bevölkerung und gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Kliniken. 
  • Wir brauchen lückenlose Transparenz und Aufklärung, wenn es um die Gesundheit und das Wohl unserer Bürger*innen geht.  Und wir wollen eine konsequente Umsetzung des Volksbegehrens Artenvielfalt und wir unterstützen nachdrücklich die Bewahrung der frei fließenden Salzach 
  • Unsere Kreistags-Fraktion der Grünen hat in der Vergangenheit unbequeme Fragen gestellt zu den Themen TechnoSan,  PFOA,  zum Fischsterben in der Alz.

    Die Kontamination des Grundwassers und des Bodens mit Pestiziden, Nitrat und PFOA wird uns leider noch Jahrzehnte beschäftigen und bedarf einer koordinierten Zusammenarbeit der Beteiligten, auch der übergeordneten Behörden, um von dem nachsorgenden Prinzip hin zu einer vorausschauenden Umweltpolitik im Landkreis umzuschwenken. 
  • Damit in Zukunft die Sicherheit der Trinkwasserversorgung und der Natur im Landkreis gewährleistet ist, möchten wir eine Stärkung des Landratsamtes als Aufsichtsbehörde in den Bereichen Anlagengenehmigung sowie Umwelt- und Gewässerschutz erreichen.
  • In diesem Rahmen ist der Klimaschutz als wesentliche kommunale Zukunftsaufgabe anzusehen. 

    Konkret dazu zählt in der Kommunalpolitik zum Beispiel die Unterstützung und Vernetzung des Öffentlichen Nahverkehrs mit der Fahrradmobilität. Damit zusammenhängend fordern wir schon lange ein Schüler- und Studententicket, das um einen Seniorentarif ergänzt wird.
  • Nachdem der Landkreis Altötting in hohem Maß durch die bäuerliche Landwirtschaft geprägt ist, wollen wir eine sinnvolle ökologische Landwirtschaft fördern, die damit gleichzeitig bessere Chancen bei einer regionalen Vermarktung besitzt, wie sie etwa im Rahmen der beschlossenen Ökomodellregion möglich ist. 
  • Ich bin überzeugt, die Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe schafft und sichert hochwertige Arbeitsplätze mit großer Attraktivität gerade auch für junge Menschen. Sanfte Standortfaktoren in einem attraktiven Landkreis rücken immer mehr in den Vordergrund, um qualifizierte Arbeitskräfte zu halten und hinzu zu gewinnen. 
  • Deshalb sehen wir als Kreisgrüne eine weiterhin sehr gute Bildung und Ausbildung sowie eine gezielte Kinder- und Jugendförderung als Investitionsschwerpunkt für die kommende Periode im Landkreis.
  • Ein Schwerpunkt wird auch die bessere Zusammenarbeit der Gemeinden bei der Entwicklung von Flächen für Gewerbe und Wohnungsbau sein, um den Flächenverbrauch zu minimieren, durch ein sog. Interkommunales Flächenmanagement. Nur so schaffen wir lebenswerte Städte und Gemeinden.

Unsere heutigen Redner werden zu diesen und anderen grünen Themen einen inhaltlichen Beitrag liefern und so manches noch vertiefen und ergänzen.

Zu uns gekommen ist heute unser Bürgermeisterkandidat in Burghausen, Stefan Angstl,  Andi Krahl, unser Betreuungsabgeordneter im Landtag, sowie Dieter Janecek, unser Betreuungsabgeordneter im Bundestag. 

Lieber Stefan, lieber Andi, lieber Dieter ich freue mich sehr, dass Ihr hier seid und danke für Eure Unterstützung.

Dazu darf ich zur musikalischen und kulturellen Umrahmung die Musiker von „Talata“ sehr herzlich begrüßen!

Außerdem möchte ich mich schon jetzt sehr herzlich bei der Familie Stadler vom Schacherbauerhof für das Ökobüffet bedanken.

Daran lässt sich stellvertretend erkennen, dass wir unser Motto „global denken – lokal handeln“ tatkräftig und auf verschiedenen Ebenen umsetzen und somit das große Ganze vom Bundestag und Landtag bis in unseren Landkreis und in das Stadtmuseum Neuötting hinein verbinden, sicher mit dem Ergebnis guter Gespräche und interessanter wie auch unterhaltsamer Beiträge.

Miteinander haben wir es in der Hand, eine gute Zukunft zu gestalten für alle Menschen in unserem Landkreis

Weil wir hier leben. – Das ist unser Motto im Kommunalwahlkampf

Lasst uns die Chance für Veränderungen, für einen lebendigen und lebenswerten Landkreis Altötting nutzen!



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