Statement zum Rücktritt von Stephan Aigner

Wie dem Artikel in der PNP vom 16.11. zu entnehmen war, hat sich Stephan Aigner zum Rücktritt vom Posten des Vorstandssprechers entschlossen. Der Vorstand wurde am 12.11. intern wenige Tage zuvor über seinen Rücktritt von allen Parteiämtern sowie von seiner Kandidatur auf der Liste informiert.

Wir bedauern es, dass die Mitglieder diese Information über die Presse erfahren haben und nicht zuerst über parteiinterne Kanäle. Wir stehen in diesem Zusammenhang zu unserer Einschätzung, dass eine voreilige Information der Mitglieder ohne näheren Kontext, ohne weitere inhaltliche Auseinandersetzung und ohne eine gemeinsame offene Diskussion einer ernst gemeinten Transparenz zuwider läuft und voreiligen Schlüssen oder unqualifizierten Spekulationen Vorschub leisten würde. Wir haben daher unabhängig von der Veröffentlichung in der Lokalpresse vorgesehen, die anwesenden Mitglieder im Rahmen der Aufstellungsveranstaltung am 17.11.2019 über die personelle Veränderung in der Vorstandschaft zu informieren und die anderen Mitglieder zeitnah über den Newsletter.

Stephan Aigner hat sich vordergründig aus persönlichen Gründen zum seinem Schritt entschlossen.  Er hat sich nach seinen Angaben aber auch aufgrund inhaltlicher Differenzen und damit parteiinternen Gründen für den Rücktritt entschieden: Innerhalb des KV Vorstandes wurden in den letzten Sitzungen zwei verschiedene Vorschläge zur organisatorischen Durchführung der Aufstellung der Kreistagsliste diskutiert.
Stephan Aigners Initiative beinhaltete ein alternatives Wahlverfahren, das ohne Vorfestlegung einer Liste ausgekommen wäre: Stephan Aigner sah in diesem Vorgehen und der Entwicklung der Liste und Reihenfolge während der Versammlung sowohl die Ambitionen der einzelnen Kandidat*innen, als auch die demokratische Mehrheitsmeinung der Versammlung besser abgebildet. Die Mehrheit der Vorstandschaft hat sich jedoch primär aus organisatorischen Gründen und Berücksichtigung des zeitlichen Rahmens der Veranstaltung für eine Beibehaltung des Procederes der Listenaufstellung ausgesprochen, das auf die bei vergangenen Kommunalwahlvorbereitungen bewährte Methode zurückgreift.

Zusammenfassend hat Stephan Aigner seine Vorschläge und Ambitionen entgegen der Mehrheitsmeinung in KV-Vorstand als nicht durchsetzbar angesehen und sich auch im Kontext mit den angegeben persönlichen und privaten Gründen zum Rücktritt entschlossen, auch um weitere resultierende Konflikte zu vermeiden.

Der Vorstand bedauert diesen Schritt ausdrücklich und möchte hiermit auch sicherlich im Namen der Mitglieder Stephan Aigner für sein großes Engagement für den KV und die Partei bedanken. Wir wünschen uns sehr, dass er uns als aktives Mitglied sowie vor allem als Freund erhalten bleibt.
Bis zur nächsten ordentlichen MV nach der Wahl planen wir keine explizite Bestimmung einer offiziellen neuen Sprecher*in.

Die aktuellen Vorstände übernehmen paritätisch die bisherigen Aufgaben von Stephan und werden geschlossen und professionell den gemeinsamen Fokus auf die reibungslose Übergabe der laufenden Projekte und die anstehenden Herausforderungen des Kommunalwahlkampfs legen.

1 Kommentar

  1. Bernd Treczoks

    Guten Tag,
    ich kann den Rücktritt nicht ganz verstehen, denn das Wahlverfahren wurde doch, wenn auch pragmatisch, entsprechend demokratischen Grundsätzen und nicht von oben herab festgelegt. Daß unser politisches Umfeld unterschiedliche Meinungen als innerparteilichen Streit und Flügelkämpfe negativ interpretiert, ist ja typisch für mangelndes Demokratieverständnis gerade der traditionellen Parteien. Aber Demokratie lebt doch gerade vom offenen Diskurs unterschiedlicher Meinungen.
    Bernd Treczoks

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